Verdauungsstörungen durch Entzündungen an der Darmwand

‚Leaky Gut‘ ist ein Begriff aus dem Englischen und bedeutet übersetzt so viel wie ‘durchlässiger Darm‘. Nährstoffe, Toxine, Stoffwechselprodukte und Bakterien gelangen über die geschädigte Darmschleimhaut direkt in den Organismus und können hier Beschwerden verschiedenster Art hervorrufen. Durch wiederholte Antibiotika-Therapien, Langzeit-Schmerzmitteleinnahmen (unabhängig vom Magenschutz!), falsche Ernährung oder auch Infektionskrankheiten des Darms kann die Besiedelung der Darmschleimhaut mit Bakterien in ein Ungleichgewicht geraten. Die physiologisch vorkommenden Darmbakterien leben in einem ausgewogenen Gleichgewicht; gerät dies durcheinander, können notwendige Aufgaben nicht richtig erledigt werden. Außerdem verbreiten sich Eindringlinge (wie Pilze) ungehindert, nehmen gegebenenfalls überhand und führen zu Entzündungen.

Verlaufen solche Entzündungen chronisch, nimmt die Darmschleimhaut Schaden und wird durchlässig. Auch chronisch entzündliche Darmerkrankungen wie Colitis Ulcerosa oder Morbus Crohn, nicht diagnostizierte Nahrungsunverträglichkeiten wie Zöliakie oder Laktoseintoleranz reizen die Schleimhaut und schädigen sie unter Umständen – die Darmschleimhaut wird, vereinfacht gesagt, löchrig. Unverdaute Nahrungsbestandteile, Toxine und Stoffwechselprodukte gelangen durch die geschädigte Darmschleimhaut in den Blutkreislauf und rufen hier Entzündungen hervor, die mit unterschiedlichsten Krankheitsbildern einhergehen können.

Aufgrund der Problematik im Darm findet man häufig Durchfall, Blähungen und Verstopfung vor. Begleitet wird dies oft von Verwertungsstörungen, die sich durch Gewichtsverlust, Wassereinlagerungen des Gewebes, Blutungsneigung, Anämie, Krämpfe, Schwäche oder gestörte Menstruation äußern können. Neben diesen Symptomen ruft das Leaky-Gut-Syndrom noch weitere Symptome durch die im Organismus auftretenden Entzündungen hervor, die sich vielfältig äußern können und oft nicht mit dem Darm in Verbindung gebracht werden. Dazu gehören unter anderem rheumatische Beschwerden, Akne, weiter Hauterkrankungen, Allergien, Migräne, niedriger Blutdruck, verstopfte Nase, Schleimhautentzündungen des Darms, Arthritis und Asthma.


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