Grüner Tee

Seit Jahrtausenden gilt grüner Tee im asiatischen Raum als Garant für ein langes und gesundes Leben. Er wurde im alten China und Japan lange zunächst fast ausschließlich aus medizinischen Gründen getrunken. Als Grund für umfassende Schutzwirkung des grünen Tees stehen die Catechine im Verdacht. Dabei handelt es sich um polyphenolische Pflanzenmetaboliten aus der Gruppe der Flavanole, die auch in zahlreichen Obst- und Gemüsearten sowie im Wein vorkommen. Mittlerweile findet er auch im Westen immer mehr Zuspruch. Grüner Tee, (bot.: Camellia Sinensis), wird seit fast 5.000 Jahren als große Heilpflanze geschätzt. Die Wirkungen und Einsatzmöglichkeiten des grünen Tees sind weitreichend, jedoch sollte man auch dessen Wechselwirkungen kennen.

Was sagt die Wissenschaft zum ‚Grünen Tee‘?
Blutzuckerspiegel: Laut einer amerikanischen Studie helfen bereits zwei Tassen Grüntee zum Essen dabei, den Blutzuckerspiegel nach Mahlzeiten langsamer ansteigen zu lassen – eine Wirkung, die besonders günstig für die Gefäßgesundheit ist.

Herzkreislauf-System: Japanische Langzeitstudien haben nachgewiesen, dass Menschen, die täglich mindestens fünf Tassen grünen Tee tranken, weniger oft an Herz-Kreislauf-Erkrankungen verstarben als Nicht-Teetrinker. Zwei bis drei Tassen Grüntee verringerten das Schlaganfallrisiko von Japanern um 14 Prozent, bei mindestens vier Tassen sogar
um
20 % im Vergleich zu Teeabstinenzlern.

Herzschäden: In einer Heidelberger Studie erhielten 14 Patienten, die an einer unheilbaren Herz-Amyloidose (Eiweißablagerungen am Herzen, die zu Herzversagen führen) leiden, täglich über ein Jahr lang zwei Liter grünen Tee oder nahmen Grüntee-Extrakt ein. Damit konnte nicht nur die weitere Ablagerung von Eiweißen am Herzen verhindert werden, sondern es wurden sogar vorhandene Ablagerungen abgebaut.

Immunsystem: Wie das Bundesministerium für Gesundheit mit Stand 05. Dezember 2013 schreibt, kann der Wirkstoff ‚EGCG‘ (Epigallocatechin-3-gallat) … offensichtlich sowohl ein fehlgeleitetes Immunsystem drosseln als auch die Nervenzellen vor schädlichen Einflüssen des Immunsystems schützen. Das fanden Wissenschaftler um Professor Frauke Zipp vom Institut für Neuroimmunologie der Charité in Berlin jetzt heraus. Sie überprüften die Wirksamkeit der Substanz im Tierversuch und in Kulturen von menschlichen Immun- und Nervenzellen.

… bei Parkinson und Alzheimer scheint EGCG giftige Eiweißablagerungen in ungiftige umzuwandeln. Eine Forschergruppe am Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin konnte im Reagenzglas zeigen, dass die Gabe des Grüntee-Inhaltsstoffs EGCG die giftigen Eiweißablagerungen durch ungiftige kugelige Eiweißpartikel ersetzt, die für die Nervenzellen harmlos sind. Grüner Tee kann die Wirkung von Medikamenten abschwächen.

Wissenschaftler der Universität Erlangen-Nürnberg berichten im Fachmagazin „Clinical Pharmacology & Therapeutics“ in Zusammenarbeit mit Kollegen der Universität Fukushima, dass grüner Tee die Wirkung des Beta-Blockers Nadolol beträchtlich abschwächt. In Deutschland spielt der Beta-Blocker Nadolol laut Angaben der Universität Nürnberg zwar kaum eine Rolle, aber dennoch liefert die aktuelle Studie wichtige Hinweise zu möglichen Wechselwirkungen von Medikamenten mit Lebensmitteln. Somit sollten Medikamente besser mit Wasser eingenommen werden.

Grünen Tee richtig zubereiten
Damit die Inhaltsstoffe nicht verloren gehen, ist eine richtige Zubereitung wichtig. Der Tee sollte nicht mit kochendem Wasser, sondern mit 60 bis 70 Grad heißem Wasser überbrüht werden (man lässt das Wasser nach dem Aufkochen drei bis vier Minuten stehen). Grüner Tee kann auch mehrfach aufgegossen werden:
1. Aufguss vier Minuten, 2. Aufguss fünf Minuten und 3. Aufguss sechs Minuten ziehen lassen.
Da die Teeblätter nicht fermentiert werden, bleiben nahezu alle im frischen Blatt enthaltenen Wirkstoffe wie die Mineralstoffe Fluor und Kalzium erhalten. Darüber hinaus sind auch die Vitamine C und E sowie das Provitamin A, sekundäre Pflanzenstoffe wie Catechine und Flavonoide, und ätherische Öle enthalten.


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