Kinesiologie und Touch for Health

Kinesiologie ist eine ganzheitliche Methode, die Gesundheit zu verbessern, Stress abzubauen, seine Leistungsfähigkeit zu erhöhen und Blockaden, -auch mentale-, bewusst zu machen und zu lösen. ‚Touch for Health‘ wird mit ‚Gesund durch Berühren‘ übersetzt. TfH wurde aus dem Wissen der ‚Angewandten Kinesiologie‘ (AK) von John F. Thie entwickelt und bildet das Basiswissen der Kinesiologie. Viele später entwickelte kinesiologische Methoden haben ihren Ursprung im "Touch for Health". Es ist das inzwischen bewährteste und weltweit am meisten verbreitete System der Kinesiologie.

Kinesiologen arbeiten mit dem sog. Muskeltest. Durch ihn wird der Körper ‚befragt‘ was ihn belastet oder Blockaden hervorruft und mit welcher geeigneten Technik diese aufgelöst werden können.

Dieses Rückmeldesystem des Körpers ist sehr einfach und präzise. Dessen Entdeckung geht zurück auf Erfahrungen und Untersuchungen des amerikanischen Chiropraktikers Dr. George Goodheart. Er beobachtete, daß sich physische und psychische Vorgänge im Menschen auch im Funktionszustand seiner Muskeln spiegeln. Daraufhin entwickelte er 1964 ein einfaches Testverfahren, das diese Muskelfunktion ohne Zuhilfenahme von Apparaten erfasst: den Muskeltest.

Das Spektrum der Einsatzmöglichkeiten erstreckt sich beginnend bei Beschwerden des Bewegungsapparates über Organstörungen bis hin zu Lernstörungen bei Kindern. Zunächst klingt dies sehr abenteuerlich. Sieht man sich die Methode jedoch genauer an, verliert sie ihren ‚spökigen‘ Charakter. Grundlage der Kinesiologie ist die TCM (Traditionell-Chinesischen-Medizin) und hier insbesondere die Lehre der Meridiane (Energieleitbahnen) auf denen die Akupunktur- (Akupressur-) punkte ‚aufgefädelt‘ sind. Diese wiederum fußen auf der ‚Fünf-Elemente-Lehre‘ der chinesischen Medizin. Diese ist speziell in China Religion, Kultur und Lebensweise in einem und umfasst Medizin, Glaube, Ernährung, Erziehung, Lebensstil usw. In den nicht asiatischen Ländern kennen wir insbesondere Begriffe wie ‚Yin und Yang‘ (stehen für die Gegensätze des Lebens), und das Qi oder Chi (entspricht der Lebensenergie). Vielen ist die Kinesiologie im weitesten Sinne aus der Physiotherapie in Form von Kinesiotapes (Klebeverbände entlang muskulärer Strukturen) bekannt. Diese wirken auf Muskeln und darunter liegende nervale Strukturen.

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Diese funktioniert sehr klar und effektiv, da alle von uns gemachten Erfahrungen im Nervensystem und Meridiansystem gespeichert sind. Goodheart erkannte, daß Meridiane und Organe darüber hinaus auch mit jeweils ganz bestimmten Muskeln in Verbindung stehen. Letztlich geht es der AK darum, energetische Ungleichgewichte oder Störungen zu identifizieren und auszugleichen - zu balancieren.

Zum Abbau und Ausgleich der Blockaden stehen dem Kinesiologen sehr unterschiedliche Techniken zur Verfügung, die individuell auf den Patienten abgestimmt werden.

Je nach Ausbildung des Anwenders wird in Begleitende-, Coachende- und Therapeutische-Kinesiologie unterschieden. Diese werden als Lernberatung, zur Selbstentfaltung, in der ganzheitlichen Medizin, im Coaching, zur Leistungsoptimierung im Sport, zum Abbau von Ängsten und anderen Konflikten und Blockaden, im Stressmanagement, zur Gesundheits-Prävention, in der Psychotherapie, wie auch im Management und in der Organisationsberatung angewendet.

Über das Feedbacksystem des Muskeltestens gelingt es dem Kinesiologen, den Körper auf einfache Art direkt zu befragen. Solche Fragen können etwa sein: ‚Soll ein bestimmter Akupunktur- oder Reflexpunkt ausgeglichen werden? Ist ein bestimmtes Heilkraut, eine Blütenessenz, ein homöopathisches Mittel hilfreich für den Betroffenen? Ist ein bestimmtes Nahrungsmittel, eine (vorgestellte) soziale Situation für ihn ungünstig oder stressbesetzt?‘ Heute bedienen sich unter anderem schon Architekten und Künstler, Manager und Hausfrauen der kinesiologischen Techniken.

In der Pädagogik findet die Edu-Kinestetik, -eine bedeutende Richtung der Kinesiologie-, seit langem starke Resonanz. Viele Lehrer setzen die Brain-Gym-Bewegungsübungen bereits mit großem Erfolg zur Verbesserung des Lernvermögens ihrer Schüler ein.

In der Psychotherapie kann der Muskeltest helfen, die Ursprünge psychischer Probleme zu identifizieren, auch wenn sie schon sehr weit zurückliegen. Anwender berichten über gute Erfolge beim Überwinden von Ängsten, Prüfungsversagen u.ä.

Kinesiologie hilft nicht nur bei Problemen, sondern auch beim persönlichen Wachstum, beim Erschließen unseres gesamten menschlichen Potenzials, beim Vervollkommnen vorhandener Fähigkeiten. Zahlreiche Musiker, Sportler, Studenten und Führungskräfte haben mit kinesiologischen Techniken ihre vermeintlichen ‚Grenzen‘ überschritten.

Kinesiologie und Kinder
Jede Generation von Eltern, Großeltern, Lehrern hegt den Wunsch nach gesundem Wachstum, optimaler Begleitung und angemessener Förderung ihrer Kinder. Hierzu muss sich jede Generation den Herausforderungen Ihrer Zeit stellen. Heute ist das beherrschende Thema: Stress. Der technische Fortschritt eröffnet uns viele Möglichkeiten und Annehmlichkeiten, fordert aber auch seinen Tribut.
Das Kind von heute steht einer Vielzahl neuer Belastungen gegenüber:
• Reizüberflutung durch Handy, Konsolen etc.,
• Konsumzwang,
• Leistungsdruck,
• Alltagshektik und Freizeitstress.
Die Zunahme von Lern- und Konzentrationsproblemen, Verhaltensauffälligkeiten, Aufmerksamkeitsdefiziten (ADS) und Hyperaktivität (ADHS) bis hin zu Allergien und chronischer Anfälligkeit für Erkrankungen spricht eine deutliche Sprache. An dieser Stelle bietet die Kinesiologie milde hilfreiche Strategien, für Kinder in entsprechenden Situationen kindgerechte Hilfsmittel u.a. zur Verbesserung von Konzentration und zum Lösen von Lernblockaden. Herausforderungen ihrer Zeit stellen.

Fazit:
Ich möchte nicht unerwähnt lassen, dass es sich bei den Kinesiologie-Richtungen um jeweils nicht anerkannte Therapieformen handelt. Das gilt für die Akupunktur, wie für den ‚Darmaufbau‘, für die Blutegeltherapie sowie für die orthomolekulare Medizin, um nur einige zu nennen. Nun, es wirkt fast so wie mit den Fast-Food Ketten. Keiner geht hin und doch gibt es sie noch..? Würden Therapeuten sich dieser Ansätze bedienen, wenn diese unwirksam und fahrlässig dem Patienten gegenüber wären? Nähmen Betroffene über viele Jahre naturheilkundliche Verfahren in Anspruch, wenn diese nicht wirkten? Bei den vorab genannten Beispielen handelt es sich um ergänzende Therapien. Sind sie deshalb nicht wirksam? Wir alle sind aufgefordert, genauer hinzusehen und zwischen der Wirksamkeit einer Therapie und der Erstattungsfähigkeit über die Krankenkasse zu unterscheiden. Genau genommen geht es auch schon lange nicht mehr um ein ‚Entweder-Oder‘ zwischen Medizin auf der einen und Naturheilkunde auf der anderen Seite. Befinden sich niedergelassene Mediziner zunehmend in einem budgetierten Korsett wieder, was zwar eine Abwicklung von Patienten zulässt, eine Patientenbetreuung jedoch häufig nicht mehr, so könnte auf der anderen Seite die Naturheilkunde in Diagnostik und Therapie dieses Dilemma niemals alleine abfangen und schultern. Stichwort: Nicht alles lässt sich mit Homöopathie lösen. Finden Sie Ihre eigene Wahrheit.

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