Gute Kohlenhydrate-schlechte Kohlenhydrate
und die ewige Qual mit den Pfunden

Wer heutzutage von seinem Hausarzt die Diagnose ‚Übergewicht‘ gestellt bekommt, dem bietet die Literatur und das Internet eine Menge an Ernährungskonzepten und Gewichtsreduktionsprogrammen. Der gemeinsame Nenner aller Abnehmprogramme ist eindeutig: „Weg von den Kohlenhydraten, hin zu den Eiweißen.“

Beschäftigt man sich mit dem Thema Übergewicht und moderne Ernährungsrichtlinien näher, so begegnen einem eine Vielzahl ständig wiederkehrenden Begriffe wie Blutzuckerspiegel, Diabetes-Typ-2, Insulin, Insulinresistenz, Metabolisches Syndrom, Low-Carb Produkte und viele mehr. Tatsächlich basieren diese Namen und Umschreibungen auf komplizierte biochemische Zusammenhänge unseres Körpers, die in der Gesamtheit eine zunehmende Schieflage unsres Lebensstils charakterisieren. Lassen Sie mich versuchen etwas Licht in das (scheinbare) Sammelsurium der Begriffe zu bringen.

Einige -wichtige- Grundlagen Jede Körperzelle braucht Energie um arbeiten zu können. Bei dieser Energie handelt es sich um den aus der Nahrung stammenden Blutzucker. Damit der Zucker in die Zelle gelangen kann, muss diese zuerst geöffnet werden. Insulin ist nun dieses Hormon (aus der Bauchspeicheldrüse), welches den Schlüssel für die Körperzellen darstellt. Somit ist Insulin hauptsächlich für die Senkung des Blutzuckerspiegels verantwortlich und sorgt dafür, dass sowohl Muskeln als auch das Fettgewebe den vorhandenen Blutzucker aufnehmen können. Ein zeitweises Überangebot an Zucker (Glukose) im Blut kann die Bauchspeicheldrüse durch eine erhöhte Insulinproduktion ausgleichen. Dauerhaft erhöhte Insulinspiegel führen jedoch mit der Zeit zu einem Wirkverlust von Insulin. Die Zellen werden gegen Insulin resistent. Es entwickelt sich eine Insulinresistenz, die zum Typ-2-Diabetes voranschreiten kann. Der im Blut kursierende Zucker reizt die Blutgefäße und führt zu Ablagerungen und Plaquebildung (Arteriosklerose). Es ergibt sich eine Basis für Herz-Kreislauferkrankungen, die man erst verspürt (mit Symptomen wie Schmerzen und Durchblutungsstörungen),
wenn es für eine kurative (ausheilende) Therapie längst zu spät ist.

Volkswirtschaftlicher Schaden
Stark vereinfacht kann man sagen:
• Kohlenhydrate werden in unserem Körper zu Zucker abgebaut
• Fette können zu Zucker umgebaut und eingelagert werden
• Kohlenhydrate mit einem geringeren Ballaststoffanteil (Weißmehlprodukte) erhöhen schnell den Blutzuckerspiegel
Folgen:
• Ein permanent erhöhter Blutzuckerspiegel führt zu einem permanent erhöhten Insulinspiegel
• Ein ständig erhöhter Insulinspiegel führt zu Störungen der Blutfettwerte (z.B. der Triglyceride)
• Ein ständig erhöhter Insulinspiegel wirkt der Fettverbrennung entgegen
• Ein ständig erhöhter Insulinspiegel begünstigt zusätzliches Übergewicht (Teufelskreis)
• Ein ständig erhöhter Insulinspiegel führt zu Diabetes-Typ-2
u.v.m.

Warum weg von den Kohlenhydraten?
Gerade die Kohlenhydrate, die im Körper schnell einen Insulinspiegel ansteigen lassen (Weißmehlprodukte aller Art wie helles Brot/Brötchen, Backwaren wie Kuchen und Kekse, aber auch Kartoffeln, Reis, Nudeln und sämtliche Süßigkeiten) führen durch stetig erhöhte Blutzucker- und Insulinwerte zu Blockaden im Stoffwechsel und einem Teufelskreis, der direkt im Übergewicht endet. Insbesondere diese Kohlenhydrate werden, nach den modernen Ernährungskonzepten, für Übergewicht und Diabetesentwicklung verantwortlich gemacht.

Hin zu den Eiweißen…
Die Aufspaltung von Eiweißen ist, im Gegensatz zu der Aufspaltung von Kohlenhydraten, der aufwendigere Stoffwechselweg. Das heißt, dass der Körper mehr Energie aufwenden muss, wenn Eiweiße zu verdauen sind.
Das verbraucht Kalorien. Obendrein wird ein Hochschnellen des Insulinspiegel umgangen, so dass Stoffwechselblockaden umgangen werden.


zurück zur Homepage!