Das ‚Metabolisches Syndrom‘

Das metabolische Syndrom ist hauptsächlich ein Krankheitsbild der Industriestaaten und entwickelt sich aus einem westlichen Lebensstil. Ursächlich verantwortlich gemacht wird eine permanente, hyperkalorische Ernährung (zu kalorienreiche Ernährung) und einen Mangel an körperlicher Bewegung. Die dadurch ausgelöste Fettleibigkeit führt zu einer Insulinresistenz. Das Metabolische Syndrom wird heute als der entscheidende Risikofaktor für koronare Herzkrankheiten angesehen. Es ist charakterisiert durch die Faktoren: abdominelle Fettleibigkeit, Bluthochdruck, veränderte Blutfettwerte und Insulinresistenz.

Unter der Insulinresistenz versteht man ein vermindertes Ansprechen der Zellen des menschlichen Körpers auf das Hormon Insulin. Vor allem die Muskulatur, die Leber und das Fettgewebe reagieren weniger empfindlich gegenüber dem Hormon Insulin. Diese reduzierte Sensibilität der Körperzellen auf Insulin beeinträchtigt die Wirkung sowohl von körpereigenem als auch von gespritztem Insulin.


Kann man Insulinresistenz therapieren?
Die Insulinresistenz lässt sich erfolgreich behandeln. Allerdings besteht die Therapie in erster Linie in einer Umstellung der Lebensweise. Zunächst gilt es, Übergewicht abzubauen und sich regelmäßig zu bewegen. Eine gesunde, fettarme Ernährung hilft außerdem, den Fettstoffwechsel zu normalisieren. Es ist außerdem ratsam, das Rauchen aufzugeben und Alkohol nur mäßig zu konsumieren.

Welchen Verlauf hat eine Insulinresistenz?
Wird die Lebensweise konsequent verändert, kann die Insulinresistenz meist erheblich abgeschwächt werden. Insbesondere zur Vermeidung von Diabetes mellitus Typ 2 ist dies von Bedeutung. Die Insulinresistenz ist eine Vorstufe von Diabetes. Wird ihr nicht entgegengewirkt, ist die Wahrscheinlichkeit einen Diabetes mellitus Typ 2 zu entwickeln, stark erhöht.

Kann man einer Insulinresistenz vorbeugen?
Mit einer ausgewogenen Ernährung und körperlicher Bewegung lässt sich nicht nur Übergewicht, sondern auch Bluthochdruck vorbeugen. Die Einschränkung des Kochsalzgebrauchs wirkt sich ebenfalls positiv aus. Der Verzicht auf das Rauchen beugt zudem einer ganzen Reihe von Krankheiten vor.

Kriterien der IDF (2005)
Eine international anerkannte Definition des Metabolischen Syndroms ist die nach der "International Diabetes Foundation" (IDF). Voraussetzung für das Vorhandensein des metabolischen Syndroms ist das Vorliegen einer bauchbetonten (sogenannten zentralen) Adipositas: Bei Männern Taillenumfang ≥ 94 cm, bei Frauen ≥ 80 cm (kaukasischer Ethnie, für Asiaten gelten andere Werte).
Kommen zu diesem Leitfaktor noch mindestens zwei der Risikofaktoren
• Nüchternblutzuckerwerte von > 100 mg/dl oder diagnostizierter Diabetes mellitus,
• erhöhte Triglyceride > 150 mg/dl oder bereits eingeleitete Therapie zur Senkung der Triglyzeride,
• niedriges HDL-Cholesterin: < 40 mg/dl bei Männern und < 50 mg/dl bei Frauen
oder bereits eingeleitete Therapie zur Erhöhung des HDL
• Bluthochdruck (ab > 130 mmHg systolisch und > 85 mmHg diastolisch) oder bereits behandelte Hypertonie

hinzu, besteht eine deutlich höhere Gefahr, im Laufe des Lebens eine Herz-Kreislauf-Erkrankung zu erleiden. In diesem Fall liegt das so genannte "Metabolische Syndrom" vor. Die Risikofaktoren Adipositas, Diabetes, Fettstoffwechselstörungen und Bluthochdruck werden aus diesem Grund in Fachkreisen auch kardiometabolische Risikofaktoren genannt.


zurück zur Homepage!