Blutegeltherapie bei Tendopathien-Sehnenveränderungen

Degenerative Sehnenveränderungen sind, ohne Zweifel, eines der wichtigsten Felder der Sportmedizin.
Dieses Zitat (Woo et. al.) bringt es auf den Punkt, denn trotz großer Forschungsbemühungen existieren bislang keine standardisierten, wissenschaflich überzeugenden Behandlungsmethoden. Der klinische Behandlungserfolg konservativer, medizinischer Therapien, ist auf lange Sicht wenig zufriedenstellend. Vor dem Hintergrund, dass 30–50% der Sporterkrankungen und etwa 50% der Berufserkrankungen auf Thendopathien (‚Tennisarm‘, ‚Golferellen-bogen‘, ‚Schwimmerschulter‘ etc.) entfallen, muss nach neuen, ergänzenden Therapieansätzen gesucht werden. Aus Sichtweise der supplementierenden (ergänzenden) Ernährungsmedizin (orthomolekularen Therapie) gibt es eine Reihe biologisch wirksamer Substanzen, die es erlauben, degenerative Sehnenbeschwerden positiv zu beeinflussen. Bei diesen Verbindungen handelt es sich um die aus der diätetischen Arthrose-Therapie bekannten Stoffe wie Condroitin-und Glucosaminsulfat, Hyaluronsäure und Kollagenhydrolysat für den Knorpelschutz, sowie  verschiedene Antioxidantien (Vitamin A, C, E, Selen), Enzyme und Omega-3-Fett-säuren.

Chondroitinsulfat sorgt für eine hohe Wasserbindungsfähigkeit im Sehnengewebe. Besonders hohe Konzentrationen an Chondroitinsulfat befinden sich dort in der Sehne, die einer erhöhten Kompression ausgesetzt ist. Chondroitinsulfat wie auch Glucosaminsulfat haben anti-katabole und antientzündliche Eigenschaften. Antioxidantien (hier: Vitamin A, C, E und Selen) wirken auf der Ebene komplizierter biochemischer Prozesse der Abnahme von Sehnenzellen entgegen, in-dem Sauerstoffradikale abgefangen wer-den. Auch Omega-3-Fettsäuren wie EPA und DHA greifen in komplexen Regelkreisen, u. a. der Interleukine, ein und wirken dadurch entzündungshemmend. Enzyme wie das Bromelain wirken zudem antiödematös (abschwellend und gegen Wasseransammlungen). Gerade in Kombination konservativer Therapiemaßnahmen, aber auch in Ergänzung zu alter-nativer Verfahren wie der Blutegel- oder Magnetfeldtherapie, wirkt die therapeutische Nahrungsergänzung vielversprechend.


Wie wirken Blutegel?
Studien verschiedener Universitätskliniken, belegen eine deutliche Schmerzlinderung, gerade bei degenerativen Gelenkerkrankungen. Hier ist insbesondere die Gonarthrose (Kniegelenksarthrose) zu nennen, bei der sich bessere Ergebnisse mit der Blutegeltherapie erzielen ließen als mit der Therapie von NSRA (Nichtsteroidale Antirheumatika,
z. B. Diclofenac). Die Blutegeltherapie wird eingesetzt bei Krampfaderleiden, Offenem Bein, Wundheilungsstörungen,
OP-Nachsorge, rheumatischen und degenerativen Gelenkerkrankungen (Arthrose), sowie Sehnenscheidenentzündungen (z. B. Tennisarm und Golferellenbogen und Beschwerden der Schulter). Absolute Kontraindikationen (Absolute Hinderungsgründe), die gegen eine Blutegelbehandlung sprechen, sind die Einnahme Blut verdünnender Medikamente (wie z. B. die aus der Klasse der Cumarine) oder Gerinnungsstörungen des Blutes.


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