Verspannungen, Schwindel bis hin zu offenem Bein –
Durchblutung steigern, aber wie?

Was heißt Mikrozirkulation?
Mit dem Begriff Mikrozirkulation bezeichnet man in der Medizin die Durchblutung und den Stoffaustausch in den kleinsten Blutgefäßen mit einer Größe kleiner als 100 µm, den sogenannten Mikrogefäßen ( Kapillaren, Arteriolen, Venolen). Die Mikrogefäße leiten das Blut und mit ihm lebensnotwendigen Sauerstoff und Nährstoffe zu jeder einzelnen Körperzelle und transportieren im Gegenzug Schlacken und Giftstoffe aus den Zellen ab. Im Kapillargebiet, der sogenannten Endstrombahn, fließt das Blut mit einer Geschwindigkeit von nur 1 cm in 20 s. Dies ist erforderlich, um den in der Endstrombahn vorgesehenen Austausch der Nähr- und Abfallstoffe (Stoffwechselendprodukte) möglich zu machen. Um dieses langsame Fließen des Blutes zu ermöglichen und konstant zu halten, können sich vor allem die arteriellen Blutgefäße maximal erweitern oder verengen.

Die Sauerstoffversorgung des Gewebes hängt von den roten Blutkörperchen (Erythrozyten) ab. Diese Blutzellen sind wesentlich größer als der Durchmesser der meisten Kapillaren. Die Erythrozyten müssen sich daher extrem verformen können, um die Kapillargefäße passieren zu können. Hier wirkt der sogenannte Fahraeus-Lindqvist-Effekt, der die scheinbare Abnahme der Viskosität einer Suspension bei abnehmendem Gefäßdurchmesser erklärt. Die Verformbarkeit der Erythrozyten, ihre Sauerstoffbeladung, die Viskosität des Blutes, sowie der Blutdruck sind wesentliche Voraussetzungen für eine ausreichende Ver- und Entsorgung der Körperzellen.


Was bewirkt Mikrozirkulation?
Der Körper ist ein Meisterwerk im Produzieren, Umsetzen und Transportieren von Stoffen. So werden ca. 15.000 Liter Blut pro Tag im Körper umgewälzt, davon allein ca. 1.200 Liter im Gehirn. Gleichzeitig finden im Körper ca. 15 Milliarden Proteinproduktionen pro Sekunde und ca. 21 Trilliarden chemische Reaktionen statt. Damit alle Stoffwechselvorgänge bestehend aus dem An- und Abtransport von Stoffen ablaufen können, spielt das Durchblutungssystem die entscheidende Rolle. Dabei spielt im Besonderen die Mikrodurchblutung, die Durchblutung der kleinsten Gefäße unseres Körpers, eine zentrale Rolle. Die Gefäße der Mikrodurchblutung sind verantwortlich für die Ver- und Entsorgung aller 80- 100 Billionen Körperzellen; damit sozusagen das größte und wichtigste Organ. Im Bereich der Mikrodurchblutung findet der Stoffaustausch mit den Zellen der Organgewebe statt und die ersten Schritte immunologischer Reaktionen laufen hier ab. Aufgrund ihrer funktionellen Bedeutung nehmen die Gefäßbetten der Mikrozirkulation den größten Teil (ca. 74%) des Gesamtquerschnittes am Strombett des Blutkreislaufes (und auch des Lymphstromes) ein. Der Rest verteilt sich auf die Arterien und Venen.

Aneinandergereiht ergeben die Gefäße eine Gesamtlänge von ca. 120.000 km (ca. 3-mal um die Erde). Einer Forschergruppe aus Berlin um den ehemaligen Chefarzt der Charite CA Dr. med. Rainer Klopp ist ein, so scheint es, wichtiger Schritt bei der Verbesserung der Mikrozirkulation gelungen. Mithilfe dieser komplementären (begleitenden) Behandlungsform bestehen für viele Krankheiten wesentlich bessere Aussichten.


Einflüsse unseres Lebensstils
Durch Vorerkrankungen oder ungesunde Lebensweise wie z.B.:
• Bluthochdruck,
• Rauchen,
• Bewegungsmangel,
• Zuckerkrankheit,
• hohe Cholesterinwerte und
• Stress
werden die Gefäßinnenwände der Blutgefäße angegriffen. Es bilden sich Ablagerungen (so genannte arteriosklerotische Plaques) und behindern den Blutfluss. Wenn das Blut die Mikrogefäße nicht mehr ungehindert passieren kann entstehen Störungen der Mikrozirkulation und es droht eine Unterversorgung einzelner Körperzellen, dies führt zu Zellalterung und kann sogar den Zelltod (Nekrose). herbeiführen. Anzeichen eines gestörten Blutflusses in den Mikrogefäßen können folgende vielerlei Beschwerden sein. Z.B: Das Nachlassen der Gedächtnis- und Konzentrationsleistung oder Schwindelanfälle, bei gestörter Gehirndurchblutung. Aber auch Ohrgeräusche (Tinnitus) oder die Schaufensterkrankheit können durch eine gestörte Mikrozirkulation entstehen.


Allgemeine Therapie
Gegenstand der Behandlung muss nicht nur die Strombahn der kleinsten Gefäße, sondern auch krankheitsspezifische Aspekte der Fließeigenschaften des Blutes, der Zellmembranflexibilität und -adhäsivität, der Wechselwirkung von Blutbestandteilen untereinander und den Gefäßwänden sein. Medikamente können die Fließfähigkeit des Blutes steigern. Zur Vorbeugung dieser Funktionsstörungen kann jeder selber durch gesunde Lebensweise beitragen: Rauchen reduzieren, Stress vermeiden, viel bewegen, gesund ernähren und ausreichend Flüssigkeit zu sich nehmen (mindestens 2 Liter über den Tag verteilt).

Eine neue Magnetfeldtherapie – gepulste Wirkung
Was bewirkt nun diese neue Therapie und wie unterscheidet sie sich von herkömmlichen elektromagnetischen Therapiemethoden. Zum Verständnis der Wirkung elektromagnetischer Felder auf den Organismus ist es wichtig zu wissen, dass nicht nur die Flussdichte der Impulse, sondern vor allem deren zeitliche Änderungen (elektromagnetisches Wechselfeld) von enormer Bedeutung sind. W. Kafka hat das optimale Signalgefüge für den therapeutischen Einsatz gefunden: Extrem langsam und breitbandig gepulste elektromagnetische Felder niedriger Energie. Somit zielt diese Behandlungsform auf eine molekulare Aktivierung durch, nicht invasive Gabe, geeignete elektromagnetischer Felder ab.
Das auf die Aktivität der Gefäße zugeschnittene Signal wirkt nun gezielt an den kleinsten unter ihnen (Kapillaren) wie ein von außen eingesetzter Gefäßschrittmacher, und bewirkt eine normale Taktung von Konstriktion (Zusammenziehen) und Dilatation (Weitstellen) des Gefäßes mit der Folge einer verbesserten Mikrozirkulation. Die Folge ist eine bis zu 26% verbesserte Mikrodurchblutung für 15- 16 Stunden, 21% besserem venösem Rückstrom und einer 15% besseren Sauerstoffausschöpfung.


Indikationen/ Kontraindikationen
Aus den vorgenannten Ausführungen lassen sich die Indikationen für die Therapie zur Durchblutungssteigerung sehr leicht ableiten. Ziel ist es somit, die Selbstheilungskräfte des Körpers zu aktivieren. Mit Selbstheilungskräften sind im engeren Sinne eine verbesserte Durchblutung und Sauerstoffversorgung und einem damit besseren An-und Abtransport von Stoffwechselendprodukten gemeint.
Die Mikrozirkulationsanregung kann somit bei allen Krankheiten, die mit Durchblutungsstörungen im Zusammenhang stehen, angewendet werden, wie z.B. Tinnitus und offenem Bein. Gleichzeitig kann sie präventiv (zur Vorsorge) eingesetzt werden. Auch im Sport kann die bessere Sauerstoffversorgung und demzufolge die Leistungssteigerung zur schnelleren Regeneration und Wundheilung nach Verletzungen kommen. Kontraindikation dieser durchblutungsanregenden Behandlung ist eine frische Organtransplantation.


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